Die neue Einfriedung, Mai bis Oktober 2008

Mai 2008
Das Holz war morsch und brüchig. Der alte Zaun zur Alsterbrücke/Strasse sollte erneuert werden.

Zeit für Gerhard Sasse einen neuen Zaun zu bauen. Auch die Tage des alten Tores waren gezählt. Gerhard im Doppelpack (Sasse und Kleppe) meisterten auch diese Herausforderung mit Bravour. Sieht doch gleich viel freundlicher aus!



Kleiner Tipp: Bei der Lasur lohnt es sich durchaus, Geld zu investieren, um sich dann lange Zeit über die gute Qualität freuen zu können (der Zaun am Garten ist allerdings ein schlechtes Beispiel fuer Farbeinsatz geworden - auf historische Weise erarbeitete Zäune (also im Wald handgeschlagen und halbiert), wie am Garten aus Fichtenlatten sollten maximal mit einer transparenten Lasur gestreichen werden, um ihren ganzen und immer selten werdenden Charme ausspielen zu können).


Juli 2008
Die alte Einfriedung von Reinings Garten mit Kalksteinmauer, die vor sich hin verfällt, darauf eine Abdeckung mit brüchigen Backsteinen sowie dem guten alten Maschendrahtzaun. Schön anzusehen hingegen sind die bunten Blumen und Stauden hinter dem Maschendraht.



Jetzt ist es Zeit, die Einfriedung um den alten Bauerngarten wieder in Form zu bringen - neu zu gestalten.
Ein Versprechen, das Gerhard Sasse seinen Gästen des 50-jährigen AKG-Arbeitsjubiläums gegeben hatte, soll damit eingelöst werden...

Hilfe kommt gleich aus der Nachbarschaft. Ulrich Kleppe (in Blau) hilft tatkraeftig die alten Kalksteine aus dem Boden zu stemmen und ein Fundament für das neue Tor zu gießen.
Willi Kleppe (87), unser ehemaliger Dorfbäcker, macht auch mit. Mit dem Säubern der Steine und dem Kehren der Straße kann auch er die Arbeiten unterstützen!



Im Vorfeld wurden schon neue Kalksteine aus dem Lamerder Steinbruch geholt. Keine Arbeit für Warmduscher!




August 2008
Das Fundament mit dem neuen handgemachten Tor steht!
Da hat man doch bei der Firma Autokühler richtig was fürs Leben gelernt!
Und die Sandsteinmauer als Übergang zwischen Haus und Tor vervollständigt das Ensemble. Abends wächst die Mauer bis zur Spitze des Grundstücks. Und auch die Pfosten für den Zaun können schon gesetzt werden.

Gerhard Kleppe und Gerhard Sasse geben nach Feierabend ihr Bestes. Am Wochenende helfen Ulrich Kleppe und Reiner Kechel kräftig mit, so dass jetzt auch die zweite (rechte) Hälfte der Kalksteinmauer in Angriff genommen werden kann.





Die Jugendlichen des Workcamps beseitigen die Pflanzen aus dem alten Beet. Zum Teil werden die Pflanzen aufbewahrt und anschliessend in das bereits fertige Beet auf der anderen (linken) Seite gesetzt.

Nach dem Ende des Workcamps geht es wieder ruhiger weiter. Bald sind die letzten schweren Kalksteine von Gerhard Sasse mit Hilfe von Jan-Henrik Kechel zur Mauer geformt, die Fundamente für den Zaun gesetzt und die Backsteine dazwischen angereiht. Und zwei bis drei Tage später sind auch fast alle Latten am Zaun (Fichten selbst geschlagen, längs halbiert und per Hand von der Rinde befreit - Zaunlatten nach alter Handwerkstradition). Nun rückt auf der rechten Seite das Ende der Arbeit in Sichtweite...

Erde und Pflanzen werden gelegentlich ergänzt. Dabei werden auch Johannis- und Stachelbeeren gepflanzt, Erdbeeren und Thymian u.a. als Bodendecker genutzt, die alten Pfingstrosen, Hortensien und Lilien wieder eingesetzt - Neu sind die Buxbaumreihen senkrecht zwischen Mauer und Zaun sowie einige Rosen und bodendeckende Stauden sowie Zwiebelblumen fürs Frühjahr. Ein Garten, aus dem die Kinder auf dem Heimweg vom Schulbus naschen, etwas über Pflanzen lernen und die Jahreszeiten miterleben können.




September 2008
Die Mauer will nun noch eine schöne Abdeckung haben. Wir entscheiden uns für Sandsteinplatten - weisse Sandsteinplatten aus der Region!
Anfang September holen wir einen Anhänger mit den zukünftigen Mauerplatten (5cm Dicke) aus Helmarshausen.
Diese schneidet Gerhard Sasse vor Ort und die Seiten werden per Hand beschlagen, damit sie eine natürlichere Blickkante haben. Einige Abende sind nötig, um gemeinsam mit Gerhard Kleppe die Platten auf den Kalksteinen anzubringen.
Nebenbei pflastern wir unter dem zukünftigen Gartentor ein Stück Weg mit alten Sandsteinen.



Die Gemeindearbeiter entfernen netterweise ein Stück des Bordsteins, um die Bordsteinkante abzuflachen (um den Garten so für Rollstuhlfahrer befahrbar zu machen). ... Bürgersteigsteine sind in Liebenau anscheinend nicht mehr vorhanden, denn es wird Kies als neuer Bürgersteigbelag aufgebracht ... (s. Foto Mitte unten)


Oktober 2008
Zwischendurch widmet sich Gerhard Sasse wieder der Metallkunst. Tagelang wird gehämmert, gebogen und geschweisst.



Das Resultat: Ein wunderbar individueller Rosenbogen und ein wunderschönes Metalltor (das Tor war schon 2 Monate vorher fertig (s.o.))! Noch verzinken lassen, anbohren und so können sie als neues Portal den Garten zieren.

Eine -New Dawn- (nicht die historischste aber eine der dankbarsten Kletterrosen) darf ab dem Sommer 2009 dann ihren weiss-rosafarbenen Blütenflor über dem Rosenbogen zur Freude der Lamerder, der Radfahrer und Besucher ausbreiten. Dafür setzen wir sie bereits jetzt an den Fuß des Rosenbogens.



Am 22. Oktober 2008 legen Gerhard Sasse und Kleppe die letzte Sandsteinplatte in Mörtel.
Der Wunsch, mit den AKG-Spenden zum 50jährigen Arbeitsjubiläum etwas Sinnvolles und Gemeinnütziges zu tun, ist hiermit von Gerhard Sasse eingelöst. Vielen Dank an alle AKG-Kollegen, dem fleissigen kreativen Jubilar, allen Helfern und Unterhaltenden!!!!


... und nun ist Winterpause!! ...naja ein historische Rosa centifolia Typ Kassel/Lippoldsberg wird noch vor dem Winter gepflanzt.

Hinweis - Distanzierung von weiteren Masznahmen:
- Leider wurde der aufwendig in Handarbeit erarbeitete Naturzaun am Garten durch weisse Farbe im Country-Look noch nachtraeglich durch Ak-Aktive verunstaltet (so sollte man es nicht machen!).
- Material-Ehrlichkeit ist das immer währende Stichwort, um gut zu bauen/rekonstruieren. D.h. keine Elemente mit falschen Mitteln/Baustoffen nachahmen - keine Imitate (z.B. keine Klebestreifen in Fenstern, um histor. Sprossfenstern anzudeuten etc.). Chr. Sasse





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